Das Konzept

Als Flipped Classroom wird eine Unterrichtsmethode bezeichnet, bei der vor allem durch den Einsatz neuer Medien der Unterricht im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf gestellt wird.

Beim klassischen bzw. traditionellen Unterricht findet die Erarbeitung eines Themas oder Stoffes in der Regel im Unterricht statt. Im Unterricht wird Wissenvermittelt – der Großteil der Stunde wird für den Input verwendet. Die Übungsphase kommt oft viel zu kurz und wird – auch aus dem resultierenden Zeitmangel – in die Hausübung verlagert.

Beim Konzept Flipped Classroom werden insbesondere Videos bzw. Screencasts, anhand deren man ein neues Thema erarbeiten kann, den Lernenden mitgegeben. Diese sehen sich diese Videos zuhause an und erlernen so den neuen Inhalt. Der Input passiert im eigenen Tempo, wann man will und wo man will. Im Unterricht bleibt somit Zeit um Übungen durchzuführen. Die Lehrkraft wird zum Coach und kann individuell unterstützen.

Input- und Übungsphase werden also einfach räumlich und zeitlich getauscht, bzw. auf Englisch „flipped“.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Ausformungen und Entwicklungen dieses Ursprungskonzepts. Möglichkeiten, wie und in welcher Form der Unterricht geflippt wird, sind bereits vielfältig vorhanden, denn …

„… there is no single strategy that works in every classroom, for every teacher and for each student.” (Bergmann J. Sams A. 2014: Flipped Learning, pos 210)

Im Zentrum aller Überlegungen steht das Ziel einen lernzentrierten Unterricht (statt einem lehrzentrierten Unterricht) zu etablieren, der auf die Vorerfahrungen, Interessen und Hintergründe der Lernenden Rücksicht nimmt und aufbaut. Die Methode ermöglicht dadurch eine Individualisierung und Differenzierung im Unterricht zu leben, die Lernenden können so individuell gefördert und gefordert werden. Durch dieses Konzept wurden an manchen Lernorten die Dropout-Quote drastisch reduziert.

Hier erklären wir das Konzept per Video

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